Olivenöl - weltbestes aus Andalusien
„Das beste Olivenöl der Welt kommt aus Spanien und kostet weniger als 10 Euro“. Dies schrieben die Zeitungen Ende Oktober 2019. Seither erhalten spanische Olivenöle nach wie vor Bestnoten, doch der Preis ist, wegen der Trockenheit vor einigen Jahren, um etwa 25% gestiegen. Nach wie vor ist Andalusien Spitzenreiter in der Qualität, doch andere Gebiete wie die Extremadura und das nördliche Binnenland von Valencia holen auf.

Kurz zur Herkunft und zur Verarbeitung. Wir erinnern uns, in der Bibel haben wir über den Ölbaum gelesen. Hier handelt es sich um den Oliven-Oelbaum. Oliven werden seit dem Altertum in trockenen Gebieten mit mediterranem Klima angebaut. Aus den Früchten wird gelbes bis grünlich gelbes fettes Öl gewonnen. Dieses besteht, je nach Sorte und Anbaugebiet, zu 64 – 86% aus Glyceriden der Ölsäure.

Die besten Qualitäten werden noch Heute zumindest teilweise von Hand gewonnen, dann zerrieben und mehrmals ausgepresst. Dabei entspricht die erste Pressung der höchsten Qualität. In den Handel kommt es als kaltgepresstes, oft als natives Oel bezeichnet, auf den Markt. Auch kalte Zweit- und Drittpressungen stehen im Regal, sie sind günstiger. Warm gepresste Olivenöle sind Heute nicht mehr beliebt. Aus dem nicht mehr für den Verzehr bestimmten Rest der Olivenfrucht und aus den Samen wird das Baumöl, eine Grundlage für Seife, gewonnen.

Nach wie vor ist Spanien der weltgrösste Exporteur von Olivenöl, von den insgesamt 2,6 Millionen Tonnen der weltweiten Produktion liefert Spanien 44%. Dies erstaunt nicht, denn hier herrschen ideale klimatische Bedingungen für Oliven: im Sommer heiss, im Winter kühl und immer trocken. Ob beim Tourismus, beim Wein oder beim Olivenöl, in allen drei Segmenten ist in Spanien dieselbe Entwicklung zu beobachten. Ursprünglich war es wichtig, in Massen zu produzieren, um mit dem Export notwendige Devisen für das Land zu erhalten. Mit der Zeit wurde ein Wandel festgestellt. Immer grösseren Wert wird auf nachhaltige Kultivierung und sanfte Produktion gelegt, und es werden viele Spezialitäten verkauft. Bist du in Andalusien auf der Route der Kalifen unterwegs, kannst du in Baena die grosse und feine Vielfalt sehen und probieren.
Gut zu wissen
Meine Leidenschaft gilt seit Jahren der mediterranen Küche. Deshalb nutze ich immer zwei Sorten Olivenöle. Einerseits das hitzebeständige Picual der zweiten oder dritten Pressung für die Pfanne. Andererseits ist ein natives Extra Virgine der erste Pressung für die kalte Küche. Dieses ist zudem für das Verfeinern der Speisen vor dem Anrichten eine gelungene Alternative zur Butterflocke. Ein echter Genuss.





